Juristisch vermutlich nicht ganz wasserdicht, aber
ehrlich:
Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte wurden sämtliche Namen geändert. Etwaige
Ähnlichkeiten mit Fröschen, Bären, Wissenschaftlern, schwedischen Köchen oder sonstigen
Figuren sind selbstverständlich rein zufällig. Sollten sich einzelne Personen
dennoch wiedererkennen, liegt das ausschließlich an deren außergewöhnlicher
Fantasie. Oder daran, dass ich auch nächste Woche noch mit ihnen
zusammenarbeiten möchte. 🤭
Böse Zungen behaupten ja, der ÖD sei nicht nur staubtrocken, sondern bestehe aus einem Haufen Beamter, die den Büroschlaf erfunden hätten. Das mag auf den ein oder anderen vielleicht zutreffen. Bei HORST – zumindest bei uns Muppets – ist mir ein solcher aber noch nicht begegnet. Dafür haben meine Kollegen und ich allerdings andere Qualitäten. Oder sollte ich besser Eigenarten sagen? 🤔
Macken. Ja, Macken könnte ein passender Ausdruck sein. Und das ist nicht mal böse gemeint, denn den größten Knall habe ich oft selbst – Gott zum Dank (oder vielleicht doch eher leider?) merke ich das in den meisten Fällen. Und wenn ich ganz viel Glück habe, auch noch rechtzeitig.
Ich bin übrigens Gonzo – einer von insgesamt zehn
Muppets, die bei HORST dafür sorgen, dass Arbeitnehmer brav ihre Abgaben
zahlen, ordnungsgemäß angemeldet werden oder das statistische Bundesamt jedes
Jahr seine Zahlen bekommt.
Und damit wir während des Arbeitstages nicht vor lauter Langeweile schlafend
vom Stuhl fallen, tun uns unsere Kunden täglich den Gefallen, uns mit allerlei
merkwürdigen und (hoffentlich nicht immer ganz ernst gemeinten) Fragen zu
bombardieren. Wahlweise telefonisch oder schriftlich. Gerne auch sowohl als
auch, wenn’s denn mal wieder nicht schnell genug geht.
Mein Büro teile ich mir im Übrigen mit Kermit, der
mir altersmäßig 10 Jahre voraus ist und mir deshalb in schöner Regelmäßigkeit –
mindestens aber einmal pro Woche – nicht ganz ernst gemeint unter die Nase
reibt, dass er in 5 Jahren in Rente gehen darf. Vielen Dank dafür. 😉
Andererseits ist Kermit der typische „Ich sammle Überstunden, weil ich Waldorf
damit in den Wahnsinn treiben kann“-Muppet. Anders kann ich mir jedenfalls
nicht erklären, wieso man freiwillig morgens um 6:00 Uhr schon vor dem Schreibtisch
sitzt und Tickets beantwortet.
Das Büro links neben uns teilen sich Waldorf und Statler – überflüssig zu erwähnen, dass diese beiden nicht nur die Chefs der Muppets sind (sowohl in der Show als auch bei HORST), sondern sich auch genauso zuverlässig die Bälle zuspielen wie ihre Vorbilder.
Beaker startet selten unauffällig in den Arbeitstag. Während andere ihren ersten Kaffee trinken, klingt es bei ihr oft so, als hätte sie bereits einen halben Marathon hinter sich. Dazu kommt ihre liebenswerte Angewohnheit, ihre Sätze regelmäßig mit einem „Wie heißt es?“ zu würzen, wenn ihr das passende Wort gerade nicht über die Lippen will. Wir wissen aber alle: In spätestens drei Sekunden fällt ihr das gesuchte Wort wieder ein und der Satz geht weiter, als wäre nichts gewesen.
Und wenn wir bei Beaker sind, ist auch Janice nicht weit. Die teilt sich nämlich das Büro mit ihr. Zumindest an zwei Tagen pro Woche – ein Hoch auf das Zeitalter von Homeoffice und Telearbeit. Janice ist vermutlich die einzige Person, die gleichzeitig über ein kompliziertes Ticket und den neuesten Streaming-Hit diskutieren kann, während sie dir nebenbei einen neuen Song präsentiert und dabei noch schnell ein Fozzie-Bingo entwickelt.
Womit wir auch schon beim nächsten Muppet sind – Fozzie. Er ist unser wandelndes Nachschlagewerk, Restaurant-Kritiker und Reiseführer in Personalunion. Es gibt kaum ein Thema, aus dem er keinen abendfüllenden Abenteuerfilm macht. Und keinen Scharbeutz-Urlaub, von dem er uns nicht in Tagebuchform erzählt hat.
Vor allem Rowlf würde mir das mit Sicherheit an
dieser Stelle bestätigen. Der teilt sich nämlich mit Fozzie nicht nur das Büro,
sondern leistet ihm einmal die Woche Gesellschaft – natürlich beim Essen. Gelegentlich
begleite ich die beiden sogar dabei.
Rowlf ist vermutlich der unauffälligste Muppet. Er kommt ins Büro, macht
seine Arbeit und geht wieder nach Hause. Ohne großes Tamtam, ohne Drama und vor
allem ohne aus einem kurzen Gespräch einen halben Podcast zu machen.
Wahrscheinlich kommt man neben Fozzie ohnehin nur schwer zu Wort.
Dr. Bunsenbrenner verwandelt selbst das harmloseste Ticket in eine wissenschaftliche Studie, die mit mindestens fünf Exceltabellen, zwei geöffneten Handbüchern und einem Kollegen am Telefon durchgeführt wird. Ob der Kollege tatsächlich fachlich gebraucht wird oder nur zur moralischen Unterstützung dient, lässt sich von außen nicht immer zweifelsfrei beurteilen. Oft sucht sie sich dabei dann auch noch Themen aus, die sich bei näherer Betrachtung als fachlicher Endgegner herausstellen, was sie gerne mal an den Rand des Wahnsinns treibt.
Bis vor einer Weile vervollständigte Scooter das Team der Muppets. Aktuell befindet die sich allerdings auf einer etwas wichtigeren Mission – nämlich dem frisch geschlüpften Mini-Scooter die Welt und seinen alltäglichen Wahnsinn zu erklären.
Wie ihr seht, sind wir alle nicht ganz dicht und trotzdem
eigentlich ganz liebenswert. Zumindest, wenn ihr meinem Urteilsvermögen Glauben
schenken wollt. Vielleicht übertreibe ich an der ein oder anderen Stelle etwas –
wenn nicht hier, dann spätestens in den Posts, die ihr in Zukunft über uns
lesen werdet. So bin ich eben. Sarkasmus, schwarzer Humor und Vergleiche, bei
denen ich gelegentlich selbst nicht mehr weiß, wie ich eigentlich darauf
gekommen bin.
Ich kann nicht nur über andere lachen, sondern auch über mich selbst. Und in
den allermeisten Fällen auch mit Kritik umgehen, solange sie nicht unter die Gürtellinie
geht.
Spaß muss sein – auch im Job. Er darf nur nicht dazu führen, dass man seinen Fokus verliert!
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